Taubenschutz ist Stadtschutz
Stadttauben sind keine Wildtiere, sondern die Nachkommen ausgesetzter Haustiere. Wir setzen auf professionelles Management statt wirkungsloser Abwehr – für das Wohl der Tiere und ein sauberes Stade.
faktencheck: warum tauben die städte bewohnen
Verlassene Haustiere – keine Schädlinge
Bei unseren Stadttauben handelt es sich nicht um Wildtiere, sondern um domestizierte Haustiere. Sie haben sich den Lebensraum Stadt nicht ausgesucht, sondern sind durch den Menschen hier gelandet – ähnlich wie streunende Hunde oder Katzen.
Sie wurden vom Menschen gezielt gezüchtet, als Nutz- und Brieftauben genutzt und schließlich einfach vergessen, als man sie nicht mehr brauchte. Als hilflose Überbleibsel dieser Zeit versuchen die Tiere heute auf unseren Straßen auf eigene Faust zu überleben – inmitten einer Betonwüste, die für Haustiere kein artgerechtes Futter bereithält.
Warum Tauben die Stadt niemals verlassen werden:
Genetische Standorttreue
Als ehemalige Brieftauben ist der Heimkehrtrieb einer Stadttaube genetisch verankert. Sie verlassen ihren Geburtsort nicht, selbst unter widrigsten Bedingungen. Eher würde die Taube an ihrem Standort verhungern oder verelenden, als ihn aufzugeben.
Zuchtbedingter Brutzwang
Der Mensch hat der Stadttaube den permanenten Brutdrang angezüchtet.
Anders als Wildvögel brüten Stadttauben bis zu sieben Mal im Jahr – unabhängig vom Nahrungsangebot. Ein Fütterungsverbot führt also nicht zu weniger Nachwuchs, sondern nur zu mehr Hunger und Elend.
Das Paradox der Vergrämung
Spikes und Netze lösen keine Bestandsfragen. Auf Grund der enorm hohen Standorttreue verlagern sie das Problem lediglich auf das nächste Gebäude oder eine andere Nische.
Logik statt emotionen
Wir bekämpfen nicht die Tauben, sondern die Umstände, die sie zu einem Störfaktor in der Stadt machen.
Stadttauben haben ein massives Imageproblem. Sie gelten als schmutzig, lästig und viele Menschen wollen sie einfach nur aus dem Stadtbild vertreiben. Doch wenn man genau hinschaut, wird klar:
Was die meisten Menschen im Alltag wirklich stört, sind die Begleiterscheinungen eines ungesteuerten Bestandes – bettelnde Tiere, die auf der Suche nach Nahrung durch die Fußgängerzonen streifen, und aggressive Verschmutzungen an Fassaden und Gehwegen.
Das sind reale Probleme, aber sie sind lösbar.
Wir packen diese Störfaktoren gezielt an der Wurzel an, indem wir die Lebensumstände der Tiere verändern:

Ein gewinn für mensch und tier
Ein Gewinn für alle Seiten
Stadttaubenmanagement nach dem Augsburger Modell ist kein einseitiger Tierschutz – es ist eine Investition in die Lebensqualität unserer gesamten Stadt. Wenn wir die Lebensumstände der Tiere kontrollieren, profitieren alle Gruppen im städtischen Raum:
Jetzt sind Sie gefragt:
Werde ein Teil der Lösung!
Effektiver Tierschutz und eine saubere Stadt funktionieren nur als Gemeinschaftsprojekt. Ob durch aktive Hilfe im Verein, als Pflegestelle, über eine unternehmerische Kooperation oder mit einer Spende – jeder Schritt zählt.
